Anwendungsbereich von PRR

Die Verordnung (EG) Nr. 1371/2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste (PRR) erlaubt eine Reihe von Ausnahmen zu ihrer Anwendung. Je nach Art der Eisenbahndienstleistungen im Personenverkehr sind die folgenden Ausnahmen gemäss PRR verfügbar:

  • Inländische Schienenpersonenverkehrsdienste im Fernverkehr (Artikel 2(4) PRR) : Ausnahmen sind für alle Bestimmungen von PRR, ausser für die Artikel 9, 11, 12, 19, 20(1) und 26 PRR, verfügbar. Ausnahmen können für fünf Jahre gewährt und zweimal um fünf Jahre verlängert werden (d.h. max. bis 2024).
  • Stadt-, Vorort- und Regionalpersonenverkehr (Artikel 2(5) PRR) : Ausnahmen sind für alle Bestimmungen von PRR, ausser für die Artikel 9, 11, 12, 19, 20(1) und 26 PRR, verfügbar. Ausnahmen können permanent gewährt werden.
  • Internationale Personenverkehrsdienste mit einem erheblichen Teil des Verkehrsdienstes ausserhalb der EU (Artikel 2(6) PRR) : Ausnahmen sind für alle Bestimmungen von PRR verfügbar. Ausnahmen können für fünf Jahre gewährt werden und sind verlängerbar.

Die Ausnahmen, welche durch die EU Mitgliedsstaaten für die ersten fünf Jahren gewährt wurden, sind am 3. Dezember 2014 abgelaufen. Fast alle diese Ausnahmen wurden bis 2019 verlängert.

Die untenstehende Landkarte beinhaltet die Information über den Anwendungsbereich von PRR (einschliesslich die geltenden Ausnahmen) auf Basis der von CIT-Mitgliedern zur Verfügung gestellten Informationen, sowie den Anwendungsbereich von CIV und SMPS in Europa. Die offizielle, von der EU Kommission erstellte, Liste der Ausnahmen zur PRR ist unter http://ec.europa.eu/transport/themes/passengers/rail/doc/summary_table.pdf verfügbar.